Samstag, 28. Januar 2012

Eon will 6.000 Arbeitsplätze in Deutschland abbauen ...

Der Energiekonzern Eon will bis 2016 6000 Arbeitsplätze in Deutschland abbauen und "lockt" mit "dicker" Abfindung und "Sprinterprämie" ... Tausende Beschäftigte sind wütend darüber. Warum?

Auf dem Protal der WAZ-Mediengruppe wurde am 26.01.12 darüber berichtet, wie tausende Beschäftigte des Konzerns Eon für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze demonstriert haben.

Der Konzern will mit einem Abfindungs-"Gesamtpaket" ein freiwilliges Ausscheiden versüßen:
"Wer seine Unterschrift unter einen Aufhebungsvertrag setzt, erhält 1,2 Monatsgehälter Abfindung für jedes Beschäftigungsjahr, darüber hinaus winkt Eon mit einer so genannten 'Sprinterprämie'. Dahinter verbergen sich weitere 0,3 Monatsgehälter pro Beschäftigungsjahr. Das Besondere: Im Gegensatz zu anderen Firmen, die diese Prämie nur jenen zahlen, die sich in einem bestimmten Zeitraum entscheiden, hat Eon kein Zeitlimit eingebaut.

Daneben besteht für alle Beschäftigten, die Jahrgang 1958 oder älter sind, die Möglichkeit des Vorruhestands – bei Weiterzahlung von etwa 60 Prozent des Nettogehalts bis zum 63. Lebensjahr. Anschließend folgt der Schritt in die Rente mit den entsprechenden Abschlägen. Darüber hinaus wird eine Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft gebildet, in die Angestellte für zwei Jahre bei vollem Tarifgehalt wechseln können."

Quelle: DER WESTEN, 26.01.2012

Klingt doch nach sehr großzügiger Abfindung ... oder? Sollten die Eon-Mitarbeiter nicht dankbar für das großzügige Abfindungsangebot sein? Schließlich müssen andere für ihre Abfindung sogar mit juristischen Mittlen kämpfen, wie beispielsweise die ehemalige Gebag-Chefin Marianne Wolf-Kröger, die 1,1 Millionen Euro Abfindung haben will. (siehe DER WESTEN, 27.01.2012)

- Können die Betroffenen mit dieser Turbo-Abfindung und ihre Lohn- und Rentenverluste nur annähernd ausgleichen? Oder ist eine Abfindung gar nicht nötig, weil die Entlassenen ja schnell wieder einen gleichwertigen Job in einem anderen Unternehmen finden?

Montag, 23. Januar 2012

Nicht die Abfindung, sondern ein gutes Netzwerk ist entscheidend für den neuen Job

Diesen Schluss ziehen die Autoren einer Grass & Partner-Studie aus der Schweiz zu Entlassungen von Managern im Jahr 2011. Darin kommen sie zu dem Schluss: "Beste Ausbildung, bestes Alter hat nichts genützt"

Im Fall von Kündigung und Abfindung gilt auch beim beim Schweizer Nachbarn:

"Ein gutes Netzwerk ist entscheidend!

Beziehungen haben und Beziehungen nutzen ist nach wie vor entscheidend: Mit 41% ist dies der häufigste und auch erfolgreichste Weg zu einer neuen Stelle. Hingegen spielen mit 18% Inserate oder das Internet weniger eine Rolle. Via Personalberatungen oder Headhunter finden lediglich 8% eine neue Stelle.

Mit Outplacement-Begleitung in knapp einem halben Jahr zur neuen Stelle. Wenn Unternehmen aber 'nur' eine Abfindung zahlen, wird es gefährlich

Zwar wurde festgestellt, dass im 2011 die Dauer bis zu einer Neuanstellung mit durchschnittlich 5,4 Monaten weiterhin gesunken ist, die Indikatoren für 2012 zeigen jedoch, dass es in Zukunft schwieriger sein wird und das Suchen und Finden wieder mehr Ausdauer braucht. Da wird eine professionelle Outplacement-Begleitung besonders wichtig und ist höher zu werten als eine auf den ersten Blick lukrative Abfindung bevor man auf der Strasse steht. Geld ist nämlich nicht immer eine Lösung - und bei der Suche nach einem neuen Job schon gar nicht."

Quelle: na presseportal, 23.01.2012,