Samstag, 10. August 2013

Die SMA Solar Technology AG in Niestetal bei Kassel hat am 1. August ein Programm gestartet, mit dem über Abfindungen und eine Transfergesellschaft schrittweise 680 Vollzeitstellen abgebaut werden sollen. Dafür werden 15 Millionen Euro bereitgestellt.

Abfindung oder Transfergesellschaft

Nach Medienberichten soll in intensiven Verhandlungen zwischen Unternehmensführung und Betriebsrat ein Freiwilligenprogramm vereinbartworden sein, das den betroffenen Mitarbeitern faire Konditionen für das Ausscheiden aus dem Unternehmen biete.

Wer freiwillig in eine Transfergesellschaft wechselt, gewinnt neun Monate Zeit, um sich neu zu orientieren oder seine Qualifikation auszubauen.

Die Abfindungen seien eher für Mitarbeiter gedacht, die eine neue berufliche Tätigkeit finden oder in den Ruhestand gegen wollen.

Das Unternehmen startete 1981 mit 7 Mitarbeitern. 2012 hatte SMA mehr als 5.000 Mitarbeiter und erzielte weltweit einen Umsatz von 1,5 Mrd. Euro. Seit jahresbeginn 2013 brachen 45 Prozent Umsatz weg.

Hinweis: Wer nicht nur mit der Zeit, sondern auch mit der Steuerlast auf die Abfindung und auf das Geld aus der Transfergesellschaft kalkuliert, sollte auch die unterschiedliche Besteuerung berücksichtigen - siehe auch www.abfindunginfo.de.

Quelle: Hessisch/Niedersächsische Allgemeine, 09.08.2013

Donnerstag, 8. August 2013

Wer aufgibt, hat verloren

Dieses Sprichwort scheint wieder einmal zuzutreffen: Im  Rechtsstreit zwischen einer ehemaligen Mitarbeiterin eines Pflegeheimes und dem Landkreis Barnim einigten sich die Parteien auf einen Vergleich ...

Abfindungsvergleich - ein "Skandal"

 
Vor fast einem Jahr hatte Landkreis Barnim eine ehemalige Betreuungskraft gekündigt. Am 07.08.2013 sollte die Verhandlung zur Kündigungsschutzklage gegen Kreis vor dem Arbeitsgericht Eberswalde fortgesetzt werden. Kurz vor dem Termin schlossen die Parteien einen Vergleich auf ausdrückliche Anregung des Gerichtes und dessen Vorschlag.

Die Vorsitzende des Personalrates der Kreisverwaltung ist dagegen "sehr unzufrieden mit dem Ergebnis". Denn für sie steht nach wie vor fest, dass der Landkreis sich verpflichtete, alle Mitarbeiter weiterzubeschäftigen, die bei Wechsel des Pflegeheimbetreibers nicht übernommen wurden. Dazu gehörte auch die klagende Betreuungskraft.

Demgegenüber habe die Verwaltung bis zum Schluss nicht akzeptiert, dass die ehemalige Betreuungskraft, die schon eine sogenannte Entfristungsklage gegen den Kreis gewonnen hatte, als Mitarbeiterin mit einem unbefristeten Arbeitsvertrag galt.

Die Anwältin der Klägerin habe sich wohl vor einem nervenaufreibenden, langen gescheut.

Quelle: Märkische Oderzeitung, 08.08.2013