Donnerstag, 20. Februar 2014

Opel bietet durchschnittlich 120.000 Euro Abfindung - was bleibt?

"Opel bietet seinen Beschäftigten in Bochum ein Abfindungsprogramm an, mit dem Beschäftigte durchschnittlich etwa 120.000 Euro bekommen könnte." Dies meldete die Westfalenpost.

Welche Abfindung wird schon durchschnittlich besteuert?


Nach Pressemeldungen soll der Werksleiter in Bochum den etwa 1000 Beschäftigten der Früh- und der Normalschicht erklärt haben: „Wir wissen dass großes Interesse besteht.“

In der Pressemeldung wird dann auch gleich angedeutet, mit welcher Brutto- und Netto-Abfindung die Arbeitnehmer rechnen könnten:
"Die Abfindungsformel orientiert sich an der in den schon im Dezember festgelegten Eckpunkten des Sozialtarifvertrags. Sie lautet: Alter des Beschäftigten mal Betriebszugehörigkeit in Jahren (maximal 24) mal Bruttomonatseinkommen dividiert durch 30. Bei einem Durchschnittsalter von 48/49 Jahren, langjähriger Betriebszugehörigkeit einem Bruttodurchschnittslohn von etwa 3100 Euro würde sich ein Wert von etwa 120.000 Euro ergeben."
Ein weiterer Passus in dem Artikel ist aber leicht irreführend und kann einer Reihe von Mitarbeitern wesentlich teurer zu stehen kommen:

"Hinzu kämen die Bruttomonatsgehälter der Kündigungsfrist, abgezogen müsste 30 bis 35 Prozent Steuern."
Bei verheirateten Arbeitnehmern liegt die Steuerlast vielleicht sogar leicht darunter. Ich habe einmal mit 4 "normalen" Monatsgehältern bis zur Entlassung plus 6 Monatsgehältern Kündigungsfrist gerechnet, dann kommen etwa 27 Prozent Steuerbelastung heraus.

Bei ledigen Arbeitnehmern würde die Steuerlast jedoch schon auf über 38 Prozent steigen.

Doch damit nicht genug:

Vorsicht: Fallen für Aufhebungsverträge


Wird die Kündigungsfrist nicht eingehalten, besteht auch die Gefahr dass teilweise zusätzlich Sozialversicherungsbeiträge anfallen - siehe auch Abfindung – Sozialversicherung – Beitrag

Zudem kann bei Nichteinhaltung der Kündigungsfrist eine "Ruhezeit", bei einem Aufhebungsvertrag eine "Sperrzeit" für das Arbeitslosengeld anfallen - siehe auch Exkurs: Abfindung und Arbeitslosengeld.

Letzeres ist zwar bei betriebsbedingter Kündigung nicht mehr automatisch der Fall (siehe auch Sperrzeit nach Abfindung) und würde Arbeitnehmer, die gleich wieder einen Job finden auch nicht unbedingt treffen. Dennoch sollten Arbeitnehmer nicht einfach blauäugig davon ausgehen, der Arbeitgeber werde das schon wissen und zugunsten des Arbeitnehmers richtig gestalten. Dazu erhalte ich zu oft genau gegenteilige Rückmeldungen von Entlassenen aus Unternehmen aller Größenordnungen und aller Regionen.


Fazit: Arbeitnehmern ist vor der Unterzeichnung des Aufhebungsvertrages dringend anzuraten, sich genau fachlich aufklären zu lassen, was auf sie zukommt.

Quelle: derwesten.de, 17.02.2014
Der Werksleiter warb vor etwa 1000 Beschäftigten der Früh- und der Normalschicht im Rahmen einer Belegschaftsversammlung: „Wir wissen dass großes Interesse besteht.“

Opel bietet seinen Beschäftigten in Bochum Abfindungen an | DerWesten - Lesen Sie mehr auf:
http://www.derwesten.de/wp/staedte/bochum/opel-bietet-seinen-beschaeftigten-in-bochum-abfindungen-an-id9007567.html#plx651886071
Der Werksleiter warb vor etwa 1000 Beschäftigten der Früh- und der Normalschicht im Rahmen einer Belegschaftsversammlung: „Wir wissen dass großes Interesse besteht.“

Opel bietet seinen Beschäftigten in Bochum Abfindungen an | DerWesten - Lesen Sie mehr auf:
http://www.derwesten.de/wp/staedte/bochum/opel-bietet-seinen-beschaeftigten-in-bochum-abfindungen-an-id9007567.html#plx651886071
Opel bietet seinen Beschäftigten ein sofortiges Abfindungsprogramm an. Etwa 120.000 Euro dürfte im Schnitt ein Opelaner bekommen.

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http://www.derwesten.de/wp/staedte/bochum/opel-bietet-seinen-beschaeftigten-in-bochum-abfindungen-an-id9007567.html#plx987936634
Opel bietet seinen Beschäftigten ein sofortiges Abfindungsprogramm an. Etwa 120.000 Euro dürfte im Schnitt ein Opelaner bekommen.

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Opel bietet seinen Beschäftigten ein sofortiges Abfindungsprogramm an. Etwa 120.000 Euro dürfte im Schnitt ein Opelaner bekommen.

Opel bietet seinen Beschäftigten in Bochum Abfindungen an | DerWesten - Lesen Sie mehr auf:
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Abfindung zurückzahlen?

"Zahlen Sie das Geld zurück, Herr Löscher!", fordert Angela Meier im manager magazin online. Warum sollte der früheren Siemen-Chef Peter Löscher etwas von seinen 17 Millionen Euro Abfindung und etwa 11 bis 13 Millionen Euro Zusagen für Aktienoptionen zurückgeben.

Peter Löscher geht trotz Abfindung zum Wettbewerber


Löscher soll im März wohl CEO der Renova Mangement AG (RMAG) des russischen Oligarchen Viktor Vekselberg werden. In dieser Aktiengesellschaft hat Viktor Vekselberg vor allem seine internationalen Beteiligungen gebündelt. Das sind Aktienpakete an den Schweizer Industriekonzernen OC Oerlikon und Sulzer. Sulzer konkurriert mit Siemens beispielsweise im Service für Turbinen, Kompressoren und Generatoren. Darin sieht die Autorin einen Verstoß gegen das Wettbewerbsverbot nach dem Abgang bei Siemens.

Und deshalb meint die Autorin:
"Seriös und redlich wäre es, wenn Löscher die ihm gewährten Aktienoptionen im Wert von bis zu 13 Millionen Euro freiwillig zurückgeben würde - der Teil der Abfindung, den er für das Wettbewerbsverbot erhielt."
 Doch sie ergänzt gleich selbst:
"Zu rechen ist damit aber nicht."
Was soll also der Aufschrei? Schließlich ist Herr Löscher kein einfacher Arbeitnehmer, und die Abfindung hat er sich ja auch nicht selbst verordnet, sondern seine lieben Kollegen haben ihm die zugestanden - vielleicht auch mit Blick darauf, dass sie ja selbst mal so lukrativ ausscheiden könnten ...

Quelle: manager magazin online, 19.02.2014
Siehe auch: DiePresse.com, 16.02.2014