Freitag, 19. September 2014

Was kosten Abfindungen im Fußball?

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Fragen wir doch einmal den HSV, was Abfindungen im Fußball so kosten. Die Leute dort kennen sich damit aus:
"Seit 2001 gab der HSV geschätzte 14 Millionen Euro für Abfindungen an entlassene Trainer und Manager aus."
  • 2001 Frank Pagelsdorf - rund 4,2 Millionen Mark (rund 2,15 Millionen Euro) soll er als Abfindung kassiert haben;
  • 2003 Kurt Jara - nach übereinstimmenden Presseberichten über eine Million Euro;
  • 2003 Holger Hieronymus - Abfindung in Höhe von 150.000 Euro;
  • 2004 Klaus Toppmöller - trotz Entlassung 800.000 Euro weitere Gehaltszahlungen;
  • 2007 Thomas Doll - zum Abschied 900.000 Euro;
  • 2009 Dietmar Beiersdorfer - rund eine Million Euro;
  • 2010 Bruno Labbadia - geschätzte Abfindung von gut einer Million Euro;
  • 2011 Armin Veh - anstelle einer Abfindung vertragliche Zahlungen bis Saisonende, laut Medienberichten rund 500.000 Euro;
  • 2011 Michael Oenning -  eine Abfindung von 500.000 Euro;
  • 2012 Bernd Hoffmann - 650.000Euro;
  • 2012 Katja Kraus - 325.000 Euro;
  • 2013 Thorsten Fink - soll rund 800.000 Euro kassiert haben;
  • 2013 Frank Arnesen - soll rund 1,4 Millionen Euro erhalten haben;
  • 2014 Bert van Marwijk - mindestens zwei Millionen Euro;
  • 2014 Oliver Kreuzer - soll 800.000 Euro erhalten haben.
"Alle Abfindungen zusammengerechnet stehen die vorzeitigen Trainer- und Managerentlassungen dem Hamburger SV mit rund 14 Millionen Euro zu Buche gekommen. In wenigen Wochen wird die Summe noch weiter ansteigen. Denn auch Mirko Slomkas Entlassung wird nicht umsonst gewesen sein."
Nachtrag:

Richtig, auch Mirko Slomka will eine dicke Abfindung:
"In seinem Vertrag war laut der Tageszeitung eine Klausel enthalten, die ihm gut 1,4 Millionen Euro zusichert, sollte er entlassen werden. Dies will er mit Anwalt Horst Kletke nun anfechten, bis zu eine Million soll es oben drauf geben.
Kletke hatte bereits Oliver Kreuzer vertreten, der nach seiner Kündigung ursprünglich hätte 50 Prozent seines Gehalts beziehen sollen. Vor Gericht erstritt er jedoch die vollen Leistungen, Dienstwagen, Handy und Tankkarte miteinbegriffen"
Na da lohnt es sich doch ins Stadion zu gehen, wenn man weiß, wo sein Eintrittsgeld bleibt - gut, ein paar Werbeeinnahmen, Sponsorengelder u.a.m. flossen auch noch zu.

Nachtrag 2:

Und weil's so schön war, geht es trotz Verbindlichkeiten von rund 100 Millionen Euro locker weiter mit den Abfindungen:
  • 2015 Lasse Sobiech - 250.000 Euro oder auch 300.000 Euro
  • 2015 Maximilian Beister - 250.000 Euro, oder doch 600.000 Euro?

Quellen: WELT, 16.09.2014; Hamburger Abendblatt, 21.09.2011; spox.com, 03.10.2014; WELT, 27.06.2015; WELT, 29.06.2015
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Montag, 15. September 2014

Endlich mal wieder "dicke Abfindungen"

Solche Meldungen waren ja etwas rar in den letzten Monaten. Nun übertreffen sich die Unternehmen wieder in hohen Abfindungszahlungen - natürlich nicht für jeden:

"Der Abschied von Ferrari wird dem bisherigen Präsidenten Luca Cordero di Montezemolo finanziell versüßt: Er erhält Abfindungszahlungen von insgesamt 27 Millionen Euro, wie Ferrari-Eigentümer Fiat am späten Mittwochabend mitteilte. Montezemolo bekomme fünf Mal sein Jahresgehalt - insgesamt 13,71 Millionen Euro verteilt über 20 Jahre. Weitere 13,25 Millionen Euro erhalte der 67-Jährige im Rahmen einer Wettbewerbsschutz-Klausel"
Quelle: Die Zeit, 11,09.2014 

"Der Pharma-Konzern Roche zahlt der Führungsriege des übernommenen Biotech-Konzerns insgesamt 105 Millionen Dollar „Abgangszahlungen“. Das zeigt ein Dokument der US-Börsenaufsicht SEC, das den Kaufvertrag zwischen Roche und Intermune in allen Details erläutert, berichtet Schweiz am Sonntag. Intermune Verwaltungsratspräsident und Konzernchef Daniel Welch erhält insgesamt 36,7 Millionen Dollar, zusammengesetzt aus Aktienpaketen, Steuerrückzahlungen, Boni und dem zweifachen Jahreslohn. Geschäftsführer Sean Nolan und Forschungschef Jonathan Leff erhalten je 16 Millionen Dollar."
Quelle: deutsche-mittelstands-nachrichten.de, 11.09.2014

Sonntag, 14. September 2014

Enercon: Kündigung für Betriebsrat - Kosten?

Der Betriebsratsvorsitzende der WEA Service Ost erhielt die Kündigung, ein weiteres Betriebsratsmitglied soll abgemahnt worden sein, meldete die Volksstimme. Nicht genug: Beschäftigte, die sich an die Arbeitnehmervertretung gewandt hatten, fanden sich kurzerhand auf anderen Posten wieder.

Kündigung für Betriebsrat - Kosten? 

Kündigung - Betriebsrat - Abfindung
Abgesehen von der arbeitsrechtlichen und moralischen Seite dieser Aktion der Unternehmensführung scheint sie an dieser Stelle sehr optimistisch zu kalkulieren. Was kann denn passieren, mag sich die Unternehmensführung denken:

Jede Kündigung bedarf gemäß Betriebsverfassungsgesetz der Zustimmung des Betriebsrates. Der Betriebsrat hat die Zustimmung zur außerordentlichen Kündigung des Betriebsratsvorsitzenden abgelehnt - nun soll sie vom Arbeitsgericht ersetzt werden. Sollte das schief gehen oder gar von Arbeitnehmerseite gegen die Kündigung geklagt werden, könnte es sein, dass gemäß Gerichtsurteil das Arbeitsverhältnis weiter besteht.

Bald sollte sich jedoch dann der gekündigte Betriebsratsvorsitzende - verabschieden, weil er aus dem Mobbing 'raus will oder kaputt gespielt ist und die anderen Beschäftigten zum großen Teil den Kopf in den Sand stecken. Denn die Unternehmensführung vertritt wohl die Auffassung:
"Bei Enercon entscheiden die Mitarbeiter selbst, ob und in welcher Form sie Betriebsräte haben wollen."
Geschäftsführer Hans-Dieter Kettwig soll erst vor einigen Monaten am Rande der Hannover-Messe gesagt haben, dass seine Mitarbeiter seit Jahren auch ohne die IG Metall mitbestimmen.

Na und unter diesen Bedingungen die Sache mit der Kündigung des Betriebsratsvorsitzenden durchstehen - was könnten da schon für Kosten für das Unternehmen anfallen:
  • Gerichtsgebühren
  • Rechtsanwaltsgebühren
  • ein paar Monate Gehaltsnachzahlung
  • eine "Regelabfindung" in Höhe von 0,5 Monatsgehältern gemäß Kündigungsschutzgesetz für ca. 6 Jahre Betriebszugehörigkeit     
Lass sich das auf den Geldwert von rund einem Jahresgehalt für den Betriebsratsvorsitzenden addieren, dann ist das eine hohe fünfstellige Summe. Was ist das im Verhältnis zum Jahresüberschuss des Unternehmens (2012 rund 607 Mio. Euro) - Peanuts!

Denn bei dem Jahresüberschuss entfallen auf jeden Beschäftigten rund 47.000 Euro Jahresüberschuss. 

Doch vielleicht kommt doch alles ganz anders und das Unternehmen - wie schon andere auch - hat sich verrechnet.

Die Enercon GmbH mit Firmensitz in Aurich beschäftigt in der WEA Service Ost GmbH, einem Tochterunternehmen Magdeburg, ca. 350 Festangestellte.

Quellen: volksstimme.de, 12.09.2014, arbeitsunrecht in Deutschland, frontberichte 09/2014,  volksstimme.de, 20.09.2014